Seyyed Abbas Salehi, Minister für Kultur und islamische Führung, sprach in einer Rede vor Professoren und Studenten der Staatlichen Kulturuniversität St. Petersburg über die kulturellen Komponenten Irans im Umgang mit Krisen. Er betonte die Bedeutung der Kultur als Schild gegen äußere Bedrohungen und nannte vier Schlüsselressourcen Irans: emotionale Solidarität, die Rolle der Frauen, historisches Gedächtnis und Spiritualität.
Die Rolle der kulturellen Komponenten für die Stabilität Irans
Salehi antwortete in dieser Rede auf eine zentrale Frage: „Warum zerbrechen einige Zivilisationen unter Krisen, während andere nicht nur Widerstand leisten, sondern aus der Krise neue Kraft schöpfen?“ Er verwies auf die historischen Erfahrungen Irans und Russlands im Umgang mit zahlreichen Krisen und sprach über die Rolle der kulturellen Komponenten für die Erhaltung der Stabilität dieser beiden Länder und sagte: „Militärische Macht und materielle Ressourcen allein sind nicht ausreichend; es sind die kulturellen und zivilisatorischen Komponenten, die sich über Jahrhunderte angesammelt haben.“
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Emotionale Solidarität und die Rolle der Frauen in Krisen
Der Minister für Kultur und islamische Führung ging weiter auf die kulturellen Komponenten Irans im Umgang mit zeitgenössischen Krisen ein und erklärte, dass in jeder Krise unterschiedliche kulturelle Komponenten aktiviert werden. Laut Salehi ist emotionale Solidarität die erste Komponente, die in Bedrohungssituationen aktiviert wird. Diese Solidarität hat ihre Wurzeln in der Kultur des Altruismus und des kollektiven Engagements, die in der persischen Literatur und den religiösen Lehren gefördert wird.
Er verwies auch auf die Schlüsselrolle der Frauen bei der Schaffung dieser emotionalen Solidarität und erklärte: „Iranische Frauen stehen im Zentrum dieser Solidarität und spielen eine wesentliche Rolle bei der Pflege, Verteilung von Hilfe und dem Wiederaufbau sozialer Beziehungen.“ Salehi betonte die Bedeutung der Empowerment von Frauen in Krisen, basierend auf den Erfahrungen russischer Frauen im Zweiten Weltkrieg, und schlug eine Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland in diesem Bereich vor.
Darüber hinaus wurde das historische Gedächtnis von Leid und Widerstand als dritter einflussreicher kultureller Faktor gegenüber äußeren Bedrohungen vorgestellt. Salehi wies darauf hin, dass der Austausch von Erfahrungen in der positiven Neugestaltung des historischen Gedächtnisses zur kulturellen Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland beitragen kann.
Er nannte Religion, Spiritualität und Mystik als die vierte kulturelle Komponente der Iraner im Umgang mit äußeren Bedrohungen und sagte: „Die religiösen, spirituellen und mystischen Lehren und Traditionen Irans spielen eine zentrale Rolle.“ Laut Salehi betrachten diese Komponenten das Engagement für andere und Altruismus als Bedingung für Menschlichkeit und dulden keine Passivität und Egoismus.
Kulturelle Komponenten im Umgang mit Sanktionen
Der Minister für Kultur und islamische Führung sprach in einem weiteren Teil seiner Rede über die kulturellen Komponenten Irans im Umgang mit Sanktionen und der feindlichen Politik der wirtschaftlichen Isolation. Zu diesen Komponenten gehören Flexibilität und informelle Aktionen, die Handlungsfähigkeit der Jugend und Kommunikationsnetzwerke, Wissenschaft und Wissen sowie Bildungseinrichtungen.
Salehi betonte, dass die Iraner in Zeiten von Mangel und Instabilität eine große Fähigkeit zur Veränderung ihres Lebensstils und zur Suche nach alternativen Wegen haben. Er beschrieb diese Fähigkeit als „resiliente informelle Wirtschaft“, die auch in der persischen Literatur reflektiert wird. Außerdem schlug er eine Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland in diesem Bereich vor.
Am Ende seiner Rede schlug der Minister für Kultur und islamische Führung den Professoren und Studenten vor, den kulturellen Dialog zwischen Iran und Russland nicht als ein diplomatisches Projekt, sondern als strategische Investition in die gemeinsame Resilienz gegenüber zukünftigen Krisen zu betrachten.
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