Fariba Molaei Aghajan, Hochschullehrerin und Grafikexpertin, beschäftigt sich in ihrer Untersuchung der iranischen Identität im zeitgenössischen Grafikdesign mit den Herausforderungen und Chancen in diesem Bereich. Der Zypressenbaum, Boteh jegheh, Arabesken und Nasta'liq erinnern nicht nur an die Vergangenheit, sondern können als kulturelle Symbole des Iran auch in heutigen Designs eine wichtige Rolle spielen. Dennoch sieht sich dieses visuelle Erbe in der modernen Welt, in der Minimalismus und Einfachheit zur vorherrschenden Strömung geworden sind, Herausforderungen gegenüber.
Der Einfluss sozialer Bedingungen auf das Grafikdesign
Molaei Aghajan verweist auf den Einfluss sozialer und kultureller Bedingungen auf die Auswahl visueller Elemente und erklärt, dass der Grad der Verwendung iranischer Symbole von der Umwelt und sozialen Strömungen abhängt. Sie sagt: „In bestimmten kulturellen oder politischen Situationen steigt das Interesse an iranischen Motiven, aber diese Verwendung sollte mit der Art der Aktivität und der Markenidentität übereinstimmen, die diese Elemente nutzen möchte.“
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Laut dieser Expertin sollte die Verwendung iranischer Symbole nicht nur zu einer dekorativen Wahl werden. Jede Marke hat eine spezifische Identität, die ihre Unternehmensfarben, Elemente und Konzepte umfasst. Daher ist die Verwendung iranischer Symbole dann richtig, wenn diese Elemente mit der Hauptidentität der Marke und der Zielgruppe übereinstimmen.
Kapazitäten des zeitgenössischen Designs und Herausforderungen
Ein Teil des visuellen Identitätspotenzials Irans liegt in Symbolen, die im Laufe der Geschichte nicht nur Schönheit, sondern auch kulturelle und bedeutungsvolle Konzepte transportiert haben. Der iranische Zypressenbaum, Boteh jegheh, Arabesken und Khatayi sind einige dieser Elemente, die die Fähigkeit zur Neulesung und Verwendung in heutigen Designs besitzen. Doch trotz dieser Kapazitäten sind nicht alle iranischen Motive in der zeitgenössischen Gestaltung gleichermaßen präsent. Einige von ihnen wurden trotz ihres künstlerischen Wertes und ihrer narrativen Fähigkeiten weniger in die Sprache der heutigen Grafik übersetzt.
Molaei Aghajan verweist in diesem Zusammenhang auf die Sakralmalerei und die narrativen Werke in den historischen Palästen von Isfahan und sagt: „Diese Gemälde, die sowohl iranische als auch islamische Identität in sich tragen, wurden weniger genutzt.“
Inmitten dieser Herausforderungen betont Molaei Aghajan die Notwendigkeit, traditionelle Elemente in Formen zu revitalisieren, die den heutigen kommunikativen und visuellen Bedürfnissen entsprechen. Sie sagt: „Es ist nicht vorgesehen, dass historische Motive unverändert in neuen Designs wiederholt werden. Vielmehr kann man durch das Verständnis ihrer Struktur und Bedeutung eine neue Lesart dieses Erbes anbieten.“
Schließlich ist Molaei Aghajan der Meinung, dass das Bewusstsein von Managern und Geschäftsinhabern für das Konzept des Brandbooks und die Bedeutung der visuellen Identität die Grundlage für eine gezieltere Nutzung kultureller Elemente Irans schaffen kann. Dieser Ansatz ist so gestaltet, dass historische Symbole nicht als Dekorationen, die von der Essenz der Marke getrennt sind, sondern als Teil der Identität und der Beziehung zur Zielgruppe betrachtet werden.
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