Iranische Migranten und Flüchtlinge, die jahrelang fern der Heimat gelebt haben, stehen nun vor einer schwierigen Entscheidung: der Rückkehr nach Iran. Diese Entscheidung kann insbesondere für diejenigen, die jahrelang im Exil gelebt haben, mit widersprüchlichen Gefühlen verbunden sein. Können sie mit Zuversicht in ein Land zurückkehren, von dem sie so lange entfernt waren?
Herausforderungen bei der Rückkehr in die Heimat
Majid Sharif, Schriftsteller und Übersetzer, sagte vor seiner Rückkehr nach Iran in einem Gespräch mit seiner Frau: "Das ist kein Selbstmord, das ist eine Entscheidung." Diese Worte spiegeln die emotionalen und gedanklichen Widersprüche vieler iranischer Migranten wider. Einige von ihnen fühlen nach Jahren der Abwesenheit Heimweh und Entfremdung und entscheiden sich daher für die Rückkehr. Die Gründe für diese Wahl können von dem Wunsch, im Heimatland weiterzuarbeiten, bis hin zu finanziellen Engpässen variieren.
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Dennoch weigert sich eine Gruppe von exilierten Iranern weiterhin, in ihre Heimat zurückzukehren. Diese Personen betrachten die Reise nach Iran nicht nur als riskant, sondern auch als eine Art Komplizenschaft mit einer Regierung, deren Legitimität sie jahrelang in Frage gestellt haben. In diesem Zusammenhang wirft die wiederholte Aufforderung von Beamten der Islamischen Republik zur Rückkehr in die Heimat die Frage auf, ob die tatsächlichen Bedingungen für die Rückkehr geschaffen wurden.
Historische Erfahrungen der Rückkehr von Migranten
Die Erfahrungen der Rückkehr von Migranten und Exilierten im letzten Jahrhundert spiegeln bittere Realitäten wider. Der Minister für Kultur und islamische Führung, Abbas Salehi, gab kürzlich bekannt, dass eine Liste zur Rückkehr von kulturellen und künstlerischen Persönlichkeiten nach Iran erstellt wird, und sagte, dass das Ziel dieses Plans darin besteht, die Möglichkeit einer sorgenfreien Reise und Rückkehr für im Ausland lebende Iraner zu schaffen. Er verwies auf Persönlichkeiten wie Abdolkarim Soroush und Mohsen Kadivar und betonte, dass diese Personen während des Krieges an der Seite Irans standen.
Dennoch betonen Menschenrechtsaktivisten und politische Aktivisten, dass die Rückkehr in die Heimat ein natürliches Recht jedes Menschen ist. Ata Houdashtian, Forscher und Schriftsteller, sagt: "Die Rückkehr in die Heimat ist das Recht jedes Iraners, unabhängig von seiner Überzeugung und Ideologie." Er weist auch darauf hin, dass die Gewährleistung von Meinungs- und Handlungsfreiheit für die Gegner des Regimes eine grundlegende Voraussetzung für ihre Rückkehr ist.
Yasser Mirdamadi, Forscher und Religionswissenschaftler, hat eine positive Meinung zur Rückkehr. Er hat kürzlich Iran besucht und ist mit sozialen und kulturellen Entwicklungen in der Gesellschaft konfrontiert worden. Laut ihm ist "die Rückkehr in die Heimat ein unbestreitbares Recht jedes iranischen Bürgers, und die Entziehung dieses Rechts durch die Regierung oder Gegner ist unbegründet." Er glaubt, dass die Erleichterung des Reiseverkehrs von Iranern ins Land ein Faktor zur Stärkung der Zivilgesellschaft und zur Schaffung nachhaltiger Veränderungen sein kann.
Sorgen und Hoffnungen
Trotz dieser positiven Meinungen gibt es immer noch viele Zweifel an der Sicherheit und dem Schutz des Lebens derjenigen, die in den Iran zurückkehren möchten. Ata Houdashtian betont, dass die Angst vor der Äußerung von Opposition gegen die Politik des Regimes und der Repression weiterhin im herrschenden politischen Klima besteht. Er sagt: "Es ist unklar, inwieweit die Personen, die jetzt eine Rückkehr in die Heimat wünschen, sich ihrer Sicherheit und ihres Lebens sicher sind."
Schließlich hat die freiwillige oder erzwungene Ausreise und die freiwillige Rückkehr oder Rückkehr aus Verzweiflung eine lange Geschichte in der modernen Geschichte Irans. Diese Geschichten erzählen nicht nur von Herausforderungen und Schmerzen, sondern auch von Hoffnungen und Träumen der Menschen. Angesichts der aktuellen Situation im Iran und möglicher Veränderungen bleibt die Frage im Kopf aller: Können iranische Migranten mit Zuversicht in ihre Heimat zurückkehren?
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