John Kerry, ehemaliger Außenminister der Vereinigten Staaten, verwies in einem Interview mit Christiane Amanpour, Journalistin des CNN, auf Berichte, die behaupten, dass Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, plant, nach den Zwischenwahlen in den USA militärische Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. Kerry ist der Überzeugung, dass solche Maßnahmen nicht nur dem Iran nicht zugutekommen werden, sondern auch dazu führen werden, dass das Land von Verhandlungen Abstand nimmt.
Besorgniserregende Vorhersagen
Kerry sagte in diesem Interview: „Die Situation ist so unvorhersehbar, dass alles passieren kann. Meiner Meinung nach wäre der Beginn der Zeit nach den Wahlen mit einem militärischen Übergriff ein sehr großer Fehler.“ Er betonte, dass diese Maßnahme die Iraner keineswegs dazu ermutigen würde, zu verhandeln, sondern im Gegenteil, sie von diesem Weg weiter entfernen würde.
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Er kritisierte auch Trumps Entscheidung, die USA aus dem Atomabkommen von 2015 zurückzuziehen, und stellte die Frage, warum Trump vor dem Rückgriff auf militärische Maßnahmen keine Verhandlungen zur Verbesserung dieses Abkommens geführt hat. Kerry sagte: „Wenn Trump wirklich eine Veränderung und ein besseres Abkommen wollte, warum hat er dann keinen Plan oder Vorschlag auf den Tisch gelegt?“
Negative Auswirkungen auf Verhandlungen
Kerry fügte hinzu, dass Trumps militärische Kampagne anstatt den Druck Washingtons auf den Iran zu erhöhen, dessen Verhandlungsposition geschwächt hat. Er wies darauf hin, dass der Präsident der Vereinigten Staaten sich in eine sehr ungünstige Position für Verhandlungen gebracht hat. Dennoch glaubt er, dass es weiterhin möglich ist, ein Abkommen ähnlich dem Atomabkommen von 2015 zu erreichen.
Laut Kerry kann Washington „zu Bedingungen, die dem vorherigen Abkommen sehr nahe kommen, zurückkehren“, warnte jedoch, dass es nach der militärischen Kampagne der USA schwierig sein wird, weitere Zugeständnisse von Teheran zu erhalten. Er sagte: „Ich glaube nicht, dass es einfach sein wird, nach den Bombardierungen des Iran und all dem Chaos in der Region zu kommen und zu behaupten, dass man Zugeständnisse über das hinaus, was zuvor vereinbart wurde, erhalten kann.“
Der ehemalige Außenminister der Vereinigten Staaten wies auch darauf hin, ob militärische Maßnahmen langfristig die nuklearen Fähigkeiten des Iran zerstören könnten oder nicht: „Man kann das Wissen zum Bau einer Bombe nicht bombardieren. Ich fordere die US-Regierung auf, die Verhandlungen über verschiedene diplomatische Kanäle fortzusetzen.“ Er betonte die Bedeutung von Diplomatie und sagte, dass diese Diplomatie mehrere parallel verlaufende Wege umfassen sollte, die sorgfältig aufeinander abgestimmt sind.
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