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Finnland wird zum ersten Land mit einem permanenten Atommülllager
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Finnland wird zum ersten Land mit einem permanenten Atommülllager

منبع تصویر: dw.com

Von Euronews Farsi Editorial 2 Min. Lesezeit 33,043

Finnland hat die Betriebserlaubnis für das erste permanente Lager der Welt für abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken erteilt. Das Unternehmen Posiva, das für die Entsorgung von Atommüll in Finnland verantwortlich ist, gab am 22. Oktober 2026 bekannt, dass diese unterirdische Einrichtung in der Region Olkiluoto, im Südwesten des Landes, bald ihre Tätigkeit aufnehmen wird.

Neue Einrichtung und ihre Herausforderungen

Das permanente Atommülllager ist eine Einrichtung, die für die dauerhafte Lagerung von radioaktiven Materialien, die aus dem Betrieb von Kernkraftwerken resultieren, konzipiert wurde. In dieser Einrichtung wird der abgebrannte Brennstoff in widerstandsfähigen Behältern aufbewahrt und in den Tiefen der Erde in stabilen Gesteinsschichten vergraben. Ziel dieser Methode ist es, radioaktive Materialien einzuschließen und deren Freisetzung in die Umwelt über sehr lange Zeiträume zu verhindern.

Ilkka Puhakainen, Geschäftsführer von Posiva, beschrieb die Erteilung der Betriebserlaubnis als "einen großen und historischen Tag" für das Unternehmen und Finnland. Dennoch muss das Unternehmen vor Beginn der endgültigen Ablagerung der abgebrannten Brennelemente die erforderlichen Tests und Inspektionen durchführen; diese Schritte müssen von der finnischen Strahlen- und Nuklearsicherheitsbehörde überprüft und genehmigt werden.

Technische Details des Onkalo-Lagers

Das Onkalo-Lager wurde in einem Fundament aus hartem Gestein errichtet, das etwa 1,9 Milliarden Jahre alt ist. Diese Einrichtung hat die Kapazität, 6.500 Tonnen Uran zu lagern und soll die abgebrannten Brennelemente von fünf finnischen Kernreaktoren aufnehmen.

Abgebrannter Brennstoff aus Kernkraftwerken behält selbst nach dem Ende der Nutzung im Reaktor über Tausende von Jahren seine gefährliche Radioaktivität. Daher ist die sichere und langfristige Lagerung dieser Materialien eine der grundlegenden Herausforderungen der Nutzung von Kernenergie. Laut dem Plan von Posiva werden zunächst die Brennstäbe und Brennstoffelemente in korrosionsbeständigen Kupferbehältern gelagert und dann in Hohlräume transportiert, die in den Gesteinetunneln gegraben wurden.

Die endgültige Ablagerung in der Tiefe der Erde ist eine der Lösungen, die für die langfristige Lagerung von abgebranntem Kernbrennstoff in Betracht gezogen werden. Im Gegensatz zu temporären Lagern sind Endlager so konzipiert, dass sie Abfälle in stabilen geologischen Strukturen einschließen, um das Risiko der Freisetzung von radioaktiven Materialien in die Umwelt zu verringern. Finnland ist als Vorreiter auf diesem Gebiet kurz davor, das erste unterirdische Lager der Welt für die dauerhafte Ablagerung dieser Materialien in Betrieb zu nehmen.