Donnerstag, 5. November 2026 FA EN AR DE
Das bittere Schicksal von Serkan Erin und die Reaktionen der Deutschen auf seine Festnahme
Iraner

Das bittere Schicksal von Serkan Erin und die Reaktionen der Deutschen auf seine Festnahme

منبع تصویر: dw.com

Von Euronews Farsi Editorial 3 Min. Lesezeit 25,103

Serkan Erin, der Gründer der Hilfsorganisation STELP, wurde kürzlich im Iran festgenommen und zu 10 Jahren Haft verurteilt. Diese Nachricht hat seine Frau und Freunde im Bundesland Baden-Württemberg in Deutschland stark betroffen und zu weitreichenden Reaktionen geführt.

Reaktionen deutscher Beamter

Cem Özdemir, der Ministerpräsident des Bundeslandes Baden-Württemberg von den Grünen, und Thomas Strobl, der Präsident des Landtags dieses Bundeslandes, haben in einer gemeinsamen Erklärung auf die Verurteilung und Festnahme von Serkan Erin reagiert. In der Erklärung heißt es: „Seine Verurteilung ist eine erschütternde Nachricht für seine Frau und viele seiner Freunde.“ Özdemir, der selbst türkischer Abstammung ist, erklärte, dass er sich für die sofortige Freilassung dieses Aktivisten einsetzen werde.

Reaktionen in sozialen Medien

Die Festnahme von Serkan Erin hat auch in den sozialen Medien zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Tausende von Instagram-Nutzern, darunter Künstler und Sportler, äußerten ihre Besorgnis und ihren Protest. Timo Hildebrand, der ehemalige Torwart des VfB Stuttgart und ein enger Freund von Erin, sagte in seiner Nachricht: „Bruder, ich liebe dich!“ und wies in einem Gespräch auf die Schwierigkeiten der Situation hin: „Ich möchte mir nicht vorstellen, was 10 Jahre Haft in einem Gefängnis im Iran bedeuten.“

Die Hilfsorganisation STELP bezeichnete in einer Erklärung das Urteil gegen Serkan als „erschütternd“ und betonte, dass dieses Urteil nicht mit den Tatsachen des Falls übereinstimmt. Die Organisation arbeitet eng mit den türkischen Behörden zusammen, um die Sicherheit von Serkan Erin zu gewährleisten, und hat betont, dass sie sich für seine Rückkehr nach Hause einsetzen wird.

Reise nach Iran und Kontaktabbruch

Serkan Erin, ein 42-jähriger Aktivist, reiste am 3. Tir 1404 (24. Juni 2025) in den Iran und hatte vor, gespendete Hilfsgüter aus Deutschland zu verteilen. Nach seiner Ankunft im Iran wurde jedoch der Kontakt seiner Familie zu ihm abgebrochen. Er hatte vor der Reise betont, dass er keine Sicherheits- oder Kommunikationsmittel dabei hat und nur mit einem einfachen Rucksack in den Iran einreist.

Diese Situation hat nicht nur die Familie und Freunde von Serkan besorgt, sondern auch die Aufmerksamkeit und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft auf sich gezogen. Das Auswärtige Amt Deutschlands ist über die Situation informiert und hat aufgrund der türkischen Staatsangehörigkeit von Serkan die notwendigen Nachforschungen den türkischen Behörden überlassen.