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Bahman Abdi: 18 Millionen Iraner haben niemals geheiratet
Iran

Bahman Abdi: 18 Millionen Iraner haben niemals geheiratet

منبع تصویر: hamshahrionline.ir

Von Euronews Farsi Editorial 3 Min. Lesezeit 32,386

Bahman Abdi, der Direktor des Büros für Planung und soziale Beteiligung der Jugend im Ministerium für Sport und Jugend, präsentierte in einer Reihe von Sitzungen "Die Zukunft Irans" besorgniserregende Statistiken über den Ehestand im Land. Er gab bekannt, dass etwa 18 Millionen Menschen in der Iran, darunter Mädchen und Jungen, bisher nicht geheiratet haben. Diese Zahl setzt sich aus 10 Millionen Männern und 8 Millionen Frauen zusammen.

Altersgruppe und deren Auswirkungen

Abdi wies auf die Altersgruppe dieser Bevölkerung hin und erklärte, dass bei dieser Berechnung Mädchen über 13 Jahre und Jungen über 15 Jahre, die niemals geheiratet haben, berücksichtigt wurden. Diese Informationen zeigen eine bittere Realität in der Gesellschaft, die eine genauere Untersuchung und die Suche nach geeigneten Lösungen zur Veränderung erfordert.

Notwendigkeit der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die Ehe

Der Direktor des Büros für Planung und soziale Beteiligung der Jugend betonte die Notwendigkeit, geeignete Bedingungen für die Eheschließung junger Menschen zu schaffen. Er sagte: "Angesichts der Anzahl der heiratswilligen Personen müssen die notwendigen rechtlichen Infrastrukturen und Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Menschen Zugang zu den gewünschten Optionen auf dem Heiratsmarkt erhalten und basierend auf ihren Kriterien Entscheidungen treffen können."

Abdi wies auch auf die Unterschiede in den Erwartungen der Menschen an die Ehe und die Gründung einer Familie in verschiedenen sozialen Gruppen hin. Er fügte hinzu: "Lebensbedingungen, Bildungsniveau und wirtschaftliche sowie soziale Lage der Menschen können ihre Erwartungen an die Ehe beeinflussen." Zum Beispiel könnte eine Person in einem ländlichen Gebiet mit der Bereitstellung der minimalen Lebensbedingungen und einem Dach über dem Kopf die grundlegenden Voraussetzungen für die Gründung einer Familie als gegeben ansehen, während eine Person mit höherer Bildung und höherem Einkommen möglicherweise unterschiedliche Erwartungen an die Ehe hat.

Einfluss von Bildung und wirtschaftlicher Lage auf die Heiratsbereitschaft

Abdi verwies auf die Ergebnisse von Studien in diesem Bereich und sagte, dass die Heiratsverweigerung unter Personen mit höherer Bildung 65 Prozent höher ist als bei Personen mit niedrigerer Bildung. Diese Statistik könnte einen tiefen Wandel in der Einstellung der Jugend zur Ehe anzeigen.

Er wies auch auf die Rolle der wirtschaftlichen Lage in der Heiratsbereitschaft hin und sagte: "Laut durchgeführten Untersuchungen steht die Einschätzung der Menschen über ihre wirtschaftliche Lage auch in Zusammenhang mit ihrer Bereitschaft zu heiraten." Seinen Angaben zufolge zeigen einige Personen, die ihre wirtschaftliche Lage als besser einschätzen, eine geringere Bereitschaft zur Heirat. Dieses Thema könnte als Warnsignal für politische Entscheidungsträger und Sozialplaner im Land angesehen werden.

Abschließend betonte Bahman Abdi, dass diesen Statistiken und der Situation besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte und dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Jugend in Richtung Ehe und Familiengründung zu lenken. Dieses Thema trägt nicht nur zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage des Landes bei, sondern kann auch zur Schaffung von Stabilität und Sicherheit in der Gesellschaft führen.

Quelle: hamshahrionline.ir