Abdulaziz Hesso, ein syrischer Flüchtling, ist nur einer von Tausenden, die in Deutschland vor einer großen Herausforderung stehen. Er kam 2022 mit seiner sechsjährigen Tochter nach Deutschland. Seine Tochter, die in Syrien taub geboren wurde, benötigte aufgrund einer Krankheit Pflege und eine Operation und wird nun in Deutschland behandelt, kann hören und besucht eine Schule für schwerhörige Kinder. Doch seine Frau und zwei andere Söhne der Familie sind weiterhin in Syrien, und diese Trennung bringt eine schwere psychische und emotionale Belastung für Hesso und seine Familie mit sich.
Die Aussetzung des Gesetzes, das Familien trennt
Die Kritik in Deutschland an der Aussetzung des Gesetzes zur Familienzusammenführung für Personen mit "subsidiärem Schutz" hat zugenommen. Diese Aussetzung, die seit über einem Jahr andauert, soll laut dem aktuellen Gesetz bis zum Sommer 2027 bestehen bleiben. In dieser Zeit haben viele Familien von Personen, die in Deutschland leben, die Möglichkeit verloren, den regulären Weg zur Familienzusammenführung zu nutzen.
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Subsidiärer Schutz ist im deutschen Asylsystem eine Art internationaler Schutz, die sich von vollem Asyl unterscheidet. Eine Person mit subsidiärem Schutz erhält das Aufenthaltsrecht in Deutschland, hat jedoch in einigen Bereichen eingeschränkte Rechte im Vergleich zu einer Person, die als Flüchtling anerkannt ist.
Humanitäre und soziale Auswirkungen der Aussetzung
Berichten zufolge hat das deutsche Parlament im Juni letzten Jahres einen Entwurf verabschiedet, der die Familienzusammenführung für Personen mit eingeschränktem Asylrecht für zwei Jahre aussetzt. Diese Gruppe von Flüchtlingen besteht hauptsächlich aus syrischen Staatsbürgern, die vor dem Krieg geflohen sind und nach Deutschland gekommen sind. Derzeit sind nur die Regelungen für "Notfälle und Sonderfälle" übrig geblieben, die in der Praxis nicht in der Lage waren, den regulären Weg der Familienzusammenführung zu ersetzen.
David Schiffer, Forscher am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, bezweifelt, dass die Verhinderung der Familienzusammenführung tatsächlich die Migration nach Deutschland stoppen kann. Seiner Meinung nach verhindert diese Politik nicht nur nicht unbedingt die Einreise weiterer Personen, sondern könnte auch den Integrationsprozess in die Gesellschaft verlängern.
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