Die Wirtschaftskrise im Iran und die jüngsten Entwicklungen in Afghanistan haben eine neue Welle der Rückkehr afghanischer Migranten ausgelöst. In der aktuellen Situation haben viele Afghanen, die seit Jahren im Iran leben, aufgrund von Unsicherheit und zunehmender Gewalt in ihrem Heimatland beschlossen, zurückzukehren.
Zunahme der Gewalt in Afghanistan
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat in einem aktuellen Bericht bekannt gegeben, dass von Anfang Mai bis Ende Juli bewaffnete Gruppen, die gegen die Taliban sind, für 88 Angriffe in 21 Provinzen Afghanistans verantwortlich sind. Der Bericht zeigt, dass die Angriffe der Taliban-Gegner im Juli erheblich zugenommen haben und auf 30 Angriffe gestiegen sind. Verschiedene Fronten, darunter die Front für die Freiheit Afghanistans und die Nationale Widerstandsfront, haben diese Angriffe durchgeführt.
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Diese Angriffe bestehen hauptsächlich aus Überfällen und Angriffen auf Kontrollposten der Taliban und militärische Einrichtungen dieser Gruppe. Beispielsweise wurden die Kräfte des Ministeriums für Tugend und Verbot des Unrechts der Taliban in Herat und Kabul Ziel von Angriffen. In einem weiteren Bericht wurde am 5. Juni ein Selbstmordattentäter vor einer Jungen-Schule in Kabul gesichtet, der Sprengstoffe zündete, was die unsichere Lage in diesem Land verdeutlicht.
Humanitäre und soziale Folgen
Nach Berichten der Vereinten Nationen wurden von Anfang Mai bis 31. Juli 2.947 sicherheitsrelevante Vorfälle in Afghanistan registriert, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 11 Prozent bedeutet. Diese Unsicherheit hat dazu geführt, dass viele Afghanen, insbesondere diejenigen, die im Iran leben, darüber nachdenken, in ihr Heimatland zurückzukehren.
Die Konflikte zwischen den Taliban und pakistanischen Kräften haben ebenfalls Auswirkungen auf die Sicherheitslage und in diesem Zusammenhang sind mindestens 57 Zivilisten bei den Kämpfen zwischen den Taliban und Pakistan getötet worden. Diese Situation hat indirekt auch Auswirkungen auf die afghanischen Migranten im Iran und viele von ihnen sind zu dem Schluss gekommen, dass die Rückkehr nach Afghanistan besser ist als das Leben unter schlechten wirtschaftlichen Bedingungen im Iran.
Die pakistanische Botschaft in Afghanistan hat der UNAMA mitgeteilt, dass diese Angriffe „ausschließlich“ die Stellungen von Terroristen zum Ziel hatten, jedoch hat das Außenministerium der Taliban diese Behauptung zurückgewiesen und erklärt, dass die Behauptung, Zivilisten seien betroffen, entschieden zurückgewiesen wird.
In der Zwischenzeit hat die wirtschaftliche Lage im Iran den Druck erhöht. Angesichts der Wirtschaftskrise und der steigenden Preise denken viele afghanische Migranten darüber nach, in ihr Heimatland zurückzukehren. Tatsächlich haben diese Wirtschaftskrise und die Unsicherheit in Afghanistan eine Art Überschneidung erfahren und viele Afghanen gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen.
Wenn dieser Trend anhält, ist zu erwarten, dass die Welle der Rückkehr afghanischer Migranten in ihr Land zunehmen wird, und dieses Thema könnte erhebliche soziale und wirtschaftliche Auswirkungen für beide Länder mit sich bringen.
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