Mohammed bin Salman, der Kronprinz von Saudi-Arabien, sieht sich ernsthaften Herausforderungen in der Politik und nationalen Sicherheit gegenüber. Seine Hilferufe an Donald Trump sind auf taube Ohren gestoßen, und die USA zeigen derzeit kein Interesse, sich in neue Konflikte einzumischen. In der Zwischenzeit sieht sich bin Salman einem Szenario gegenüber, das Analysten als "das schlimmste denkbare Szenario" bezeichnen.
Strategischer Schock in Saudi-Arabien
Analysten der New York Times haben die gegenwärtige Situation in Saudi-Arabien als "strategischen Schock" beschrieben. Der schnelle Vormarsch der Jemeniten in der letzten Woche war so, dass westliche Medien ihn als "blitzartigen Vormarsch" bezeichnet haben. Jemen hat nun die Kontrolle über den lebenswichtigen Bab al-Mandab-Gang verstärkt, was für Saudi-Arabien, das auf den Ölexport über das Rote Meer gehofft hatte, eine ernsthafte Krise darstellt.
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Mit der Schließung der Straße von Hormuz war Saudi-Arabien auf den Ölexport über das Rote Meer angewiesen, aber auch diese Hoffnung schwindet jetzt. Riad sieht sich mit wenigen Optionen zur Bekämpfung der Jemeniten konfrontiert, was den wirtschaftlichen Druck auf das Land erheblich erhöht hat. Darüber hinaus sind die Angriffe der Jemeniten auf militärische Stützpunkte in Saudi-Arabien und auf Ölpipelines zu einer ernsthaften Bedrohung geworden.
Enttäuschung über die Unterstützung der USA
Die USA, die selbst einer der wichtigsten Faktoren für die Instabilität in der Region Westasien sind, haben erneut gezeigt, dass sie kein verlässlicher Verbündeter sind. Bin Salman, der Milliarden von Dollar ausgegeben hat, um die Unterstützung Washingtons zu gewinnen, sieht sich nun mit einem großen "Nein" von Trump konfrontiert. Michael Ratney, der ehemalige US-Botschafter in Saudi-Arabien, hat eingeräumt, dass die Saudis wirklich frustriert sind und diese Situation für sie äußerst enttäuschend ist.
Die jemenitischen Streitkräfte haben als Antwort auf die Angriffe Saudi-Arabiens auf ihr Territorium verschiedene Ziele ins Visier genommen, was zur Schließung eines Teils der Ölpipelines Saudi-Arabiens geführt hat. Da diese Pipeline zu einer alternativen Exportroute geworden war, erhöht die Schließung den Druck auf Riad, und es wird erwartet, dass die Reparaturen mehr als einen Monat dauern werden.
Begrenzte Optionen für Saudi-Arabien
In der gegenwärtigen Situation sucht bin Salman nach internationaler Unterstützung für militärische Maßnahmen gegen die Jemeniten. Er ist nach Kairo gereist, um möglicherweise die Unterstützung anderer Länder zu gewinnen. Experten sind jedoch der Meinung, dass der beste Weg für ihn die "Diplomatie" ist. Barbara Leaf, eine Beraterin des Außenministers der Biden-Regierung, hat betont, dass Saudi-Arabien die Konsultation mit Iran und China suchen sollte, um diese Spannungen schneller zu kontrollieren.
Letztendlich ist das schreckliche Szenario für Saudi-Arabien, dass es in einem Konflikt allein gefangen ist. Saudi-arabische Beamte haben klar erklärt, dass der saudische König nicht allein gegen die Houthi kämpfen möchte, was die früheren Misserfolge Saudi-Arabiens in militärischen Kampagnen gegen den Jemen widerspiegelt. Abdulrahman al-Rashed, ein Kolumnist, der der saudischen Regierung nahesteht, hat betont, dass der Krieg gegen den Jemen internationale Unterstützung benötigt.
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